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Texas richtet geistig gestörten Mörder hin

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Washington (dpa) - Trotz massiver Proteste ist ein möglicherweise geistig gestörter Mann im US-Bundesstaat Texas hingerichtet worden.

Die Menschenrechtsabteilung der Vereinten Nationen hatte appelliert, die Strafe auszusetzen, weil es Hinweise gebe, dass Yokamon Hearn an einer psychosozialen Behinderung leide und es keine angemessene medizinische Untersuchung gegeben habe. Auch Amnesty International hatte protestiert. Der 33-Jährige wurde am Mittwoch (Ortszeit) laut US-Behörden mit einer Giftspritze hingerichtet. Er war 1998 wegen Mordes zum Tode verurteilt worden.

Zum ersten Mal wurde in Texas lediglich ein tödliches Gift eingesetzt. Hearn sei Phenobarbital verabreicht worden, berichtete die Zeitung «Huntsville Item». Seit 1982 war es in Texas üblich, drei todbringende Chemikalien zu verwenden. Der Grund für die Änderungen sei ein Engpass in der Beschaffung der anderen Hinrichtungsmittel gewesen.

Die UN kritisierten auch die Anfang nächster Woche bevorstehende Exekution eines möglicherweise behinderten Mannes im US-Bundesstaat Georgia. Der verurteilte Mörder Warren Hill soll ebenfalls per Giftspritze getötet werden, obwohl er mit einem IQ von knapp 70 nach Auffassung von Experten als geistig behindert angesehen wird. Deshalb dürfte er nach der US-Verfassung eigentlich nicht hingerichtet werden. Ein Gericht in Georgia entschied jedoch, dass das Ausmaß der Behinderung nicht zweifelsfrei feststehe.

Justiz / Todesstrafe / USA
19.07.2012 · 19:30 Uhr
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