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Terroristen töten im Irak mehr als 50 Pilger

Schiitische Pilger in BagdadGroßansicht
Bagdad/Falludscha (dpa) - Terroristen haben im Irak durch Bombenanschläge 52 schiitische Pilger getötet. Mehr als 210 Menschen wurden seit Mittwochabend verletzt. Am Donnerstag starben nach Angaben von irakischen Agenturen und Augenzeugen 25 Menschen.

In mehreren Stadtvierteln von Bagdad Bomben in den Straßen detonierten, durch die der Strom der Pilger zog. Am Vorabend waren wenige Kilometer vom Schrein des Imams Mussa al-Kadhim (745-799 n. Chr.) im Norden der Hauptstadt 28 Menschen ums Leben gekommen, als sich ein Selbstmordattentäter inmitten der Pilger in die Luft gesprengt hatte.

Trotz der Anschläge begingen Hunderttausende von Pilgern am Donnerstag den Todestag des von ihnen verehrten Heiligen. Viele von ihnen hatten die Wallfahrt zu dem Schrein, der in Bagdad in dem nach dem Imam benannten Kadhemija-Viertel liegt, zu Fuß unternommen. Die sunnitischen Al-Kaida-Terroristen hatten im Irak an den religiösen Feiertagen der Schiiten schon mehrfach Pilger angegriffen.

Polizei und Armee treffen an diesen Tagen deshalb stets besondere Sicherheitsvorkehrungen und sperren einzelne Straßen für den Verkehr. Dennoch gelingt es den Terroristen immer wieder, sich mit ihren Bomben unter die Pilger zu mischen.

In der westirakischen Stadt Falludscha starben vier Zivilisten, als Terroristen die Häuser von drei Polizeioffizieren in die Luft sprengten. In der Stadt Kirkuk starb ein Zivilist durch eine Magnetbombe.

Konflikte / Irak
08.07.2010 · 14:25 Uhr
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