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Terrorist mit deutschem Pass im Jemen verhaftet

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Sanaa/Berlin (dpa) - Im Jemen ist am Sonntag ein mutmaßlicher El-Kaida-Terrorist mit deutschem Pass verletzt und verhaftet worden. Nach Angaben des Innenministeriums in Sanaa handelt es sich bei dem Terrorverdächtigen um einen Deutschen somalischer Herkunft.

Er wurde von einem Gefängnis des jemenitischen Geheimdienstes ins Al-Dschumhuri-Krankenhaus in der jemenitischen Hauptstadt gebracht, nachdem er über gesundheitliche Beschwerden geklagt hatte. Dort soll er einem der drei Wächter, die ihn begleiteten, eine Pistole entrissen haben. Das Auswärtige Amt in Berlin prüft den Vorfall. «Die deutsche Botschaft in Sanaa ist eingeschaltet und in Kontakt mit den jemenitischen Behörden», sagte ein Sprecher am Abend in Berlin.

Oberst Mohammed Messar sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa in Sanaa, der Gefangene habe einen Wächter erschossen und die beiden anderen Wächter als Geiseln genommen. Schließlich hätten Beamte einer Anti-Terror-Einheit das Krankenhaus gestürmt. «Der Verdächtige wurde verletzt und festgenommen», sagte Messar. Er werde nun in einem Militärkrankenhaus in Sanaa behandelt.

Terrorismus / Jemen / Deutschland
07.03.2010 · 20:37 Uhr
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