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Terrorist in Somalia getötet - Angst vor Eskalation

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Mogadischu (dpa) - Radikale Islamisten in Somalia haben nach dem Tod eines ihrer Anführer den USA Rache angedroht. «Einer unserer Top-Leute starb beim gestrigen US-Angriff», sagte Sheikh Mohamed Ali Abu Ayuub, einer der Kommandeure der radikalislamischen Al-Shabaab-Miliz der Deutschen Presse-Agentur dpa.

«Das wird uns nicht abschrecken und wir werden an denjenigen Vergeltung üben, die an dem Angriff beteiligt waren, vor allem den Amerikanern.» Bei einem Luftangriff in Südsomalia sollen US-Spezialeinheiten am Montag einen der wichtigsten El-Kaida-Führer der Region getötet haben.

Neben dem als Top-Terroristen von den USA lange Zeit gesuchten Saleh Ali Saleh Nabhan soll auch der Führer der örtlichen Einheit der berüchtigten Al-Shabaab-Miliz bei dem Angriff im Süden des Landes ums Leben gekommen sein. Das berichtete am Dienstag der Rundfunksender Garowe unter Berufung auf Al Shabaab nahe stehende Informanten.

Eine Bestätigung für den Tod des Terroristen gab es am Dienstag nicht. Auch der Al-Shabaab-Sprecher machte keine Angaben zur Identität des getöteten Anführers. Sechs Kampfhubschrauber mit US-Spezialeinheiten hatten am Montag im Süden Somalias Stellungen der radikalislamischen Al-Shabaab-Miliz angegriffen.

Der gebürtige Kenianer Nabhan war nach einem Anschlag auf ein vor allem von israelischen Touristen besuchtes Hotel an der kenianischen Küste im Jahr 2002 in Somalia untergetaucht. Ebenfalls in Somalia soll sich der Topterrorist und Sprengstoffexperte Abu Talha al-Sudani aufhalten, der als einer der Drahtzieher des Anschlags auf die US-Botschaft in Nairobi im Jahr 1998 gilt.

Unbestätigten Berichten zufolge wurden bei dem US-Angriff auch ausländische Kämpfer getötet. Al Shabaab wird von den USA als Terrororganisation mit Verbindungen zu El Kaida eingestuft. Ein Hubschrauber soll nach dem Raketenangriff auf einem Wagen mit Führungsmitgliedern von Al Shabaab gelandet sein. Soldaten hätten zwei Tote und zwei Verwundete an Bord des Hubschraubers gebracht, berichtete der britische Rundfunksender BBC am Dienstag unter Berufung auf Augenzeugen. Darunter soll auch die Leiche Nabhans gewesen sein.

Die USA haben in den vergangenen Jahren wiederholt Luftangriffe gegen Stellungen und Häuser von Islamistenführern in Somalia geflogen. Von Einsätzen am Boden sahen die US-Truppen bisher stets ab, nachdem im Jahr 1993 in Mogadischu ein Mob 18 US-Soldaten nach dem Absturz eines Hubschraubers getötet und die Leichen zum Teil durch die Stadt geschleift hatte. Das Drama beendete das direkte Engagement der USA in dem Bürgerkriegsstaat am Horn von Afrika.

Nach dem Angriff am Montag hatten Augenzeugen zunächst berichtet, sie hätten französische Rangabzeichen an den Uniformen der ausländischen Soldaten gesehen. Ein französischer Militärsprecher dementierte eine Beteiligung. Ein französischer Militärberater war in dem Gebiet Ende August aus mehrwöchiger Geiselhaft entkommen. Ein zweiter Franzose befindet sich noch immer in der Gewalt von Al-Shabaab. Die Miliz strebt einen Sturz des gemäßigten Islamistenführers Sheik Sharif Ahmed an, der die Übergangsregierung in Mogadischu leitet. Somalia hat seit 1991 keine funktionierende Regierung.

Im vergangenen Mai war bei einem US-Luftangriff der damalige Al- Shabaab-Kommandeur Sheikh Aden Hashi Ayro getötet worden.

Konflikte / Terrorismus / Somalia
15.09.2009 · 16:31 Uhr
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