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Terrorhelfer der Sauerland-Gruppe verhaftet

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Karlsruhe/Frankfurt/Main (dpa) - Die Polizei hat einen Terrorverdächtigen festgenommen, der ein Mitglied der sogenannten Sauerland-Gruppe unterstützt haben soll.

Der 24 Jahre alte Kadir T. aus dem südhessischen Langen soll nach Angaben der Bundesanwaltschaft vom Freitag unter anderem den als Mitglied der «Sauerland-Gruppe» in Düsseldorf angeklagten Adem Yilmaz unterstützt haben. Der Deutsch- Türke soll im Juni 2007 im Auftrag von Yilmaz eine Videokamera und ein Nachtsichtgerät für die terroristische Vereinigung Islamische Dschihad Union (IJU) gekauft haben. Gegen Kadir T. wurde Haftbefehl erlassen. Laut «Frankfurter Allgemeiner Zeitung» soll der Mann auf dem Weg in ein Ausbildungslager im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet gewesen sein, als er festgenommen wurde.

Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt verweigerte Yilmaz am Freitag als Zeuge die Aussage in einem Terroristen-Prozess gegen zwei mutmaßliche Unterstützer der IJU. Der 30-jährige sagte: «Ich will nichts aussagen.» Yilmaz muss sich derzeit mit drei Mitangeklagten vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf wegen der Planung von Anschlägen auf Amerikaner in Deutschland verantworten. Er soll von einem der Angeklagten im Frankfurter Verfahren die EC-Karte erhalten haben, um über dessen Bankguthaben zugunsten der IJU verfügen zu können.

Im Frankfurter Verfahren sind der 27-jährige Türke Hüseyin Ö. und der 28 Jahre alte Deutsch-Afghane Omid S. wegen Unterstützung der IJU angeklagt. Beide kündigten über ihre Anwälte am Freitag an, dass sie vom kommenden Dienstag an zu den Anklagepunkten Stellung nehmen wollen. Vor dieser Ankündigung hatte sich der 22 Jahre alte Bruder von Adem Yilmaz, der auch als Zeuge geladen war, ebenfalls auf sein Aussageverweigerungsrecht berufen.

Den beiden Angeklagten in dem Frankfurter Verfahren wird von der Bundesanwaltschaft neben der Unterstützung der usbekischen IJU, die als terroristische Organisation eingestuft ist, auch Betrug mit Sozialleistungen vorgeworfen. Für die IJU sollen sie am Aufbau des europäischen Netzwerks beteiligt gewesen sein. Zudem wird ihnen zur Last gelegt, für die IJU technisches Gerät sowie Kleidung in größerem Umfang zur Verfügung gestellt zu haben. Davon soll auch die «Sauerland-Gruppe» bei ihrer Anschlagsvorbereitung profitiert haben. Der Frankfurter Prozess läuft seit Ende Juni.

Kriminalität / Terrorismus
28.08.2009 · 18:05 Uhr
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