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Telekom-Vorstand wirft Unternehmen bei Frauenförderung "Selbstbetrug" vor

Bonn (dts) - Deutsche-Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger, der vergangene Woche die Einführung einer Frauenquote im Konzern ankündigte, hat vielen deutschen Unternehmen beim Thema Frauenförderung "Selbstbetrug" bescheinigt. "Man weiß, dass man zu wenig Frauen hat. Man redet sich ein, dass man ganz viel tut. Wenn das nichts bringt, legt man noch ein Mentoringprogramm auf, noch ein Coaching. Dann schaut man mitleiderregend und jammert, man habe doch alles getan. Verändert hat man in Wahrheit nichts", sagte Sattelberger dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Dabei widerspreche das Vorurteil von der weniger leistungsstarken Frau "allen wissenschaftlichen Erkenntnissen", so Sattelberger weiter. Auch mit der Quote könnte die Telekom eine konsequente Bestenauswahl gewährleisten. "Das Argument, man findet keine geeigneten Frauen, ist oft vorgeschoben", sagt er. Das würde sofort klar, wenn die Beförderungsprozesse transparenter wären und die Einstellungskriterien auf den Tisch kämen.
DEU / Unternehmen / Gesellschaft / Telekommunikation
20.03.2010 · 15:00 Uhr
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