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Telefonkonzerne starten im Herbst eigenes Bezahlsystem im Einzelhandel

Berlin (dts) - Spätestens zum Jahresende sollen Deutschlands Verbraucher erstmals ihre Einkäufe im Laden bezahlen können, indem sie ihr Handy an ein Abbuchungsterminal halten. Die notwendigen Geräte würden in der zweiten Jahreshälfte 2012 aufgestellt, sagte Michiel van Eldik, Geschäftsführer des O2-Mobilfunkbetreibers Telefónica Deutschland, dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). Die Namen möglicher Partner sind noch geheim, man sei aber mit vielen Einzelhändlern im Gespräch.

"Unser Bezahlsystem stößt im Handel auf großes Interesse", heißt es bei O2. Gemeinsam mit der Deutschen Telekom und Vodafone entwickelt O2 seit zwei Jahren das mobile Bezahlsystem "Mpass". Mit ihm können Handynutzer ihre Rechnungen an der Ladentheke kontaktlos begleichen. Für den Datenaustausch zwischen Kasse und Kundenkonto sorgt die Kurzstrecken-Funktechnologie "Near Field Communication" (NFC), die Zahlung erfolgt dabei über das Lastschriftverfahren. Um die Sicherheit zu maximieren, entwickelte die Münchener Sicherheitsfirma Giesecke & Devrient (G&D) eine neue Generation von SIM-Karten. Notfalls reicht auch ein kleiner Zusatzaufkleber auf dem Handy. Mit "Mpass" greifen die drei Partner die etablierten Kartenfirmen an. Und diese entwickeln bereits Abwehrstrategien. Gestern kündigte Mastercard an, ab Spätsommer selbst mit einem Bezahl-Handy auf den deutschen Markt zu kommen, mit dem Beträge unter 25 Euro kontaktlos und ohne PIN von der Kreditkarte abgebucht werden können. Als Kooperationspartner nennt der US-Finanzdienstleister den Mobilfunkkonkurrenten E-Plus und die Targobank.
DEU / Unternehmen / Telekommunikation
26.06.2012 · 18:51 Uhr
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