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Teheran: Keine Einigung über Kontrolle von Parchin

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Teheran (dpa) - Im Atomstreit mit dem Iran untersagt Teheran internationalen Kontrolleuren weiter den Zugang zur umstrittenen Anlage Parchin. Es habe bisher keine Einigung mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gegeben, sagte der Direktor des iranischen Atomprogramms, Ferejdun Abbasi, der Nachrichtenagentur Isna.

«Die IAEA wird von einigen Ländern dazu gedrängt, die Anlage Parchin zu kontrollieren, aber wir haben uns noch nicht darauf verständigt.» Die «nötigen Dokumente», die eine Kontrolle rechtfertigten, habe Teheran noch nicht erhalten, sagte Abbasi.

Die IAEA befürchtet, dass der Iran verdächtige Spuren eines mögliches Atomwaffenprogramms in der Forschungsanlage Parchin beseitigen könnte. In Parchin seien lange keine besonderen Aktivitäten beobachtet worden, aber jetzt gebe es rund um die verdächtigen Gebäude so viel Betrieb, dass der Verdacht bestehe, eine wirksame Überprüfung solle verhindert werden.

Abgesehen vom Zugang zu der militärischen Anlage nahe Teheran, fordert die IAEA vom Iran, die umstrittene Urananreicherung auf 20 Prozent zu stoppen. Sie gilt als wichtiger Schritt in Richtung einer höheren Anreicherung, mit der auch waffenfähiges Uran hergestellt werden könnte. Abbasi spielte herunter, dass die IAEA auf 27 Prozent angereichertes Uran in der unterirdischen iranischen Atomanlage Fordo entdeckt hatte. Er machte technische Fehler dafür verantwortlich.

Die Atomgespräche zwischen Repräsentanten der internationalen Staatengemeinschaft und des Irans sollen am 18. und 19. Juni in Moskau fortgesetzt werden.

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Isna, Farsi
Konflikte / Atom / IAEA / Iran
27.05.2012 · 11:21 Uhr
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