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Tawakkul Karman: Gesicht der Protestbewegung im Jemen

Die jemenitische Menschenrechtlerin Tawakkul Karman. Archivfoto: Yahya ArhabGroßansicht

Sanaa (dpa) - Menschenrechte, Demokratie und Meinungsfreiheit - das sind die drei Prinzipien, an denen sich die neue Friedensnobelpreisträgerin Tawakkul Karman (32) orientiert. Was einfach klingt, erfordert in ihrer Heimat, dem Jemen, viel Mut.

Denn die Mutter von drei Kindern ist schon von vielen Seiten angefeindet worden. Das Regime von Präsident Ali Abdullah Salih hat versucht, sie mundtot zu machen. Radikale Islamisten haben ihr vorgeworfen, sie versuche, die Frauen zur Rebellion gegen ihre Männer anzustacheln.

Angefangen hatte Karmans «Protestkarriere», als sie erlebte, wie ein einflussreicher Scheich in der Provinz Ibb Familien von ihrem Land vertrieb. Die Journalistin begann, zu überlegen, wie man gegen Arbeitslosigkeit und Ungerechtigkeit kämpfen könnte und kam zu dem Schluss, das dies ohne einen Wechsel in der Führungsetage in Sanaa nicht zu bewerkstelligen ist. In den vergangenen Monaten stand sie bei den Demonstrationen in Sanaa oft in der ersten Reihe.

Nobelpreise / International / Jemen
07.10.2011 · 21:43 Uhr
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