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Taucher finden weitere Opfer in «Bulgaria»-Wrack

Abschied von einem Opfer der Großansicht

Moskau (dpa) - Zwei Wochen nach der Schiffskatastrophe auf der Wolga haben Taucher bei Bergungsarbeiten in dem Wrack drei weitere Leichen entdeckt. Damit stieg die Zahl der Toten beim schwersten Schiffsunglück in Russland seit 25 Jahren auf mindestens 117.

Die Opfer würden zur Obduktion in die nahe Stadt Kasan rund 750 Kilometer östlich von Moskau gebracht, teilte ein Sprecher des Organisationsstabs am Sonntag nach Angaben der Agentur Interfax mit. Zwei mächtige Schwimmkräne hatten die «Bulgaria» zuvor aus 20 Meter Tiefe gezogen. Das Wrack ragt bereits zu einem Großteil aus dem Wasser und könnte noch am Sonntag vollständig gehoben werden.

An Spezialwinden hatten die Schwimmkräne «Mogutschij» und «KPL-351» das Schiff am Vortag zu einem zwölf Kilometer entfernten Stauwasserspeicher geschleppt. Nachdem die Bullaugen hermetisch verschweißt worden seien, könne das Abpumpen des Wassers aus dem Havaristen beginnen, sagte der Sprecher. Danach soll das Schiff auf ein benachbartes Dock gelegt werden. Ermittler erhoffen sich von dem Wrack Aufklärung über die genaue Unglücksursache. Letztendlich werde das 1955 gebaute Doppeldeckschiff verschrottet, sagte Vizetransportminister Viktor Olerski. «Das Schiff taugt nicht zum Denkmal.» Acht Passagiere gelten weiterhin als vermisst.

Die technisch marode und mit etwa 200 Menschen völlig überladene «Bulgaria» war am 10. Juli in einem Unwetter gekentert. Wegen Verstoßes gegen die Sicherheitsbestimmungen sind die Generaldirektorin des Betreibers sowie ein Experte der lokalen Schifffahrtsbehörde in der Teilrepublik Tatarstan angeklagt.

Notfälle / Schifffahrt / Russland
24.07.2011 · 09:58 Uhr
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