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Tarell Alvin McCraney wollte 'Moonlight' nicht anschauen

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(BANG) - Tarell Alvin McCraney gibt zu, dass er 'Moonlight' fast nicht anschauen kann, obwohl er das ursprüngliche Drehbuch verfasst hat.

Der 36-Jährige schrieb das anfängliche Skript für den Oscar-nominierten Film im Jahr 2003, nachdem seine Mutter an AIDS gestorben war. Der Film erzählt die Geschichte des afro-amerikanischen Chiron, gespielt von Trevante Rhodes, Ashton Sanders und Alex R. Hibbert, der in den verschiedenen Stadien seines Lebens - Kindheit, Jugend, Mannesalter - damit zu kämpfen hat, sich selbst zu finden. Naomie Harris spielt die Hauptfigur Paula, die mit ihrer Kokainabhängigkeit zu kämpfen hat.

Im Interview mit 'Daily Mail' gestand McCraney: ''Ich musste mich dazu überwinden, es anzuschauen. Naomies Darstellung ist so lebensnah. Es ist schwer das anzuschauen, weil ich wünschte, dass meine Mutter hier wäre. Aber gleichzeitig weiß ich, dass sie leiden würde.'' Die Mutter des Drehbuchautoren, die abhängig von Crack war, verstarb in ihren 40ern. Der Schauspieler verriet nun: ''Ihr Verstand war weg. Sie litt nahezu an Demenz.'' Um über ihren Tod hinwegzukommen, schrieb McCraney seine Gefühle auf. Der Star erklärte: ''Ich fühlte mich verloren und ich wollte einen Weg finden, diese Schuldgefühle zu nutzen.'' Schuldig fühlt er sich, weil er nicht an der Seite seiner Mutter war, als diese starb. Er hatte sie das letzte Mal ein paar Monate vor diesem Zeitpunkt gesehen.

Das Drehbuch selbst kam nur ans Tageslicht, weil ein Freund den Schauspieler fragte, ob dieser ein Projekt hätte, das in einen Film umgewandelt werden könnte. Daraufhin gelangte das Schriftstück in die Hände von Regisseur Barry Jenkins, dessen eigene Mutter auch abhängig war.

Ab dem 9. März wird der Film in den deutschen Kinos laufen.

Film
17.02.2017 · 15:00 Uhr
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