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Tagebuch eines geplatzten Comebacks

Schumacher bei TestsGroßansicht
Hamburg (dpa) - 14 Tage zwischen Euphorie und Ernüchterung: Am 29. Juli kündigt Michael Schumacher an, sich auf ein Comeback vorzubereiten. Wenn alle Tests positiv verlaufen, will der 40-Jährige beim Großen Preis von Europa für den verunglückten Felipe Massa im Ferrari an den Start gehen.

Der Rekordweltmeister der Formel 1 schuftet und schwitzt in seiner Schweizer Wahlheimat, er testet in einem alten Formel-1-Wagen in Mugello für seine Rückkehr nach fast drei Jahren Rennpause. Zwei Physiotherapeuten trainieren mit Schumacher - alles vergeblich. Am Dienstag sagt er ab. Die Verletzungsfolgen seines Motorrad-Unfalls am 11. Februar in Cartagena, «als ich mir Brüche im Bereich Kopf und Hals zugezogen habe, sind leider noch immer zu schwer». Das Tagebuch des geplatzten Comebacks:

Mittwoch, 29. Juli: Schumacher und Ferrari: Der Rekordweltmeister wird sich für ein Comeback beim Großen Preis von Europa vorbereiten. Die erste Sitzprobe wird direkt nach der Zusage gemacht.

Donnerstag, 30. Juli: Maranello. Der Sitz wird angepasst. Erste längere Besprechung mit den Ingenieuren. Schumacher checkt am statischen Simulator in Maranello die Funktionalität des Lenkrads.

Freitag, 31. Juli: 67 Runden im F2007 in Mugello, mit dem Auto eines Privatmanns. Schumacher: «Ein gutes Gefühl, wieder in einem Formel-1- Auto zu sitzen.»

Samstag, 1. August: Krankenbesuch bei Felipe Massa. Schumacher fliegt nach Budapest. «Das hat gut getan», sagt er über das Wiedersehen mit seinem Kumpel und ehemaligen Teamkollegen.

Sonntag, 2. August: Training in der Schweizer Wahlheimat. Schumacher arbeitet mit zwei Physiotherapeuten zusammen.

Montag, 3. August: Weiter heißt es: Schwitzen in der Schweiz. Besonders im Blickpunkt: Der im Februar verletzte Nacken.

Dienstag, 4. August: Schon drei Kilo abgespeckt. Aber das Genick zwickt. Dank an die Fans: Wie «ein Schwall positiver Energie».

Mittwoch, 5. August: Lonato, klimatischer Vorgeschmack auf Valencia. Schumacher im Kart. Abendessen am Hochzeitstag mit Gattin Corinna.

Donnerstag, 6. August: Tag zwei im Kart. Schumacher: Arme, Oberkörper, Schultern, Nacken - einfach ein exzellentes Training.

Freitag, 7. August: Heimarbeit. Schumacher setzt seine Vorbereitung zu Hause in Gland fort.

Samstag, 8. August: Eigenes Fitnessstudio, eigene Trainer. In zwei Wochen soll es um 14.00 Uhr heißen: Qualifying zum Großen Preis von Europa.

Sonntag, 9. August: Wer ruht, der rastet - auch am Sonntag hat Schumacher nicht frei. Schon gar nicht 14 Tage vor dem geplanten Renn-Comeback.

Montag, 10. August: Zwei weitere Testtage werden angekündigt. Aber: Schumacher zieht wegen anhaltender Nackenschmerzen die entscheidende Abschlussuntersuchung vor.

Dienstag, 11. August: «Michael sagt F1-Comeback ab». Die Verletzungsfolgen vom Motorrad-Unfall im Februar, «als ich mir Brüche im Bereich Kopf und Hals zugezogen habe, sind leider noch immer zu schwer».

Motorsport / Formel 1 / Schumacher
11.08.2009 · 13:10 Uhr
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