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«SZ»: Tausende Kosovo-Flüchtlinge vor Abschiebung

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München/Berlin (dpa) - Gut zehn Jahre nach dem Ende des Kosovo- Krieges stehen laut «Süddeutscher Zeitung» tausende kosovarische Flüchtlinge in Deutschland vor der Abschiebung. Dies gehe aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, berichtet die «SZ».

Nach dem der Zeitung vorliegenden Schreiben liegt ein Abkommen zwischen Berlin und Pristina zur Rückübernahme der Flüchtlinge unterschriftsreif vor und soll noch diesen Herbst unterzeichnet werden. Derzeit lebten offiziell mehr als 14 000 Ausreisepflichtige aus dem Kosovo in Deutschland, die meisten von ihnen, fast 10 000, seien Roma.

Das Abkommen sehe vor, dass der Kosovo grundsätzlich alle Menschen aufnimmt, die Papiere aus der einstigen jugoslawischen Provinz vorlegen können oder die dort nachweislich gelebt hatten. Laut Bundesinnenministerium habe die Bundesregierung dem Kosovo zugesagt, pro Jahr maximal 2500 Anträge zur Aufnahme der Kosovaren zu stellen und auf ein angemessenes Verhältnis der verschiedenen Ethnien zu achten. Die Initiatorin der Anfrage, die Linken-Innenexpertin Ulla Jelpke, kritisierte die Pläne als «monströses Projekt». Gerade die Roma würde im Kosovo absolutes Elend und tagtäglich Ausgrenzung erwarten.

Kosovo / Flüchtlinge / Deutschland
14.10.2009 · 09:31 Uhr
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