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«SZ»: Bundesrechnungshof kritisiert Ein-Euro-Jobs

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Berlin (dpa) - Die meisten geförderten Ein-Euro-Jobs helfen den Langzeitarbeitslosen nicht, eine feste Arbeit zu bekommen.

Mehr als der Hälfte der Fälle dürfte eigentlich gar nicht gefördert werden, weil sie keine zusätzliche Tätigkeit im Interesse der Allgemeinheit waren oder in Konkurrenz zu ungeförderten Unternehmen standen. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesrechnungshof nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» (Montag).

Danach wurden Langzeitarbeitslose unter anderem eingesetzt, illegalen Müll zu beseitigen und beim Umzug eines städtischen Bauhofs zu helfen. Kommunen, Wohlfahrtsverbände oder Unternehmen aus der Weiterbildungsbranche könnten mit ihnen ungeförderte Tätigkeiten im ersten Arbeitsmarkt ersetzen und so ihre Personalkosten reduzieren. Außerdem wiesen Jobcenter die Arbeitsgelegenheiten meist wahllos zu, ohne die Hilfsbedürftigen weiter zu beraten.

Der Bericht des Bundesrechnungshofes ging laut «SZ» an das Arbeitsministerium. 2009 waren im Schnitt 320 000 Menschen in geförderten Arbeitsgelegenheiten beschäftigt, darunter 280 000 in Ein-Euro-Jobs. In dem Jahr wurden Maßnahmen eingeleitet, um die Qualität der Arbeit der Jobcenter zu verbessern und dafür zu sorgen, dass Ein-Euro-Jobs wettbewerbsneutral sind.

Arbeitsmarkt
14.11.2010 · 21:35 Uhr
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