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Suu Kyis Partei in Birma wieder legal

Suu Kyi lässt die «Nationalliga für Demokratie» (NLD) persönlich beim Sprecher des Unterhauses, Thura Shwe Mann, in der Hauptstadt Naypyidaw registrieren. Foto: Nyein Chan NaingGroßansicht

Rangun (dpa) - In der langjährigen Militärdiktatur Birma ist die Dissidentenpartei von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi wieder rehabilitiert. Suu Kyi ließ die «Nationalliga für Demokratie» (NLD) am Freitag persönlich in der Hauptstadt Naypyidaw registrieren.

Den Weg dazu hatte einer ihrer einstigen Widersacher, der jetzige Präsident Thein Sein, geebnet, in dem er die Parteiengesetze änderte. Weil die NLD die Wahlen im vergangenen Jahr boykottierte, war sie nach dem Gesetz automatisch aufgelöst worden. Die 66-jährige Suu Kyi will im kommenden Jahr bei Nachwahlen zum Parlament antreten.

Thein Sein war Ministerpräsident der Militärjunta, die Suu Kyi 15 Jahre unter Hausarrest festhielt. Er legte vor der Wahl im November 2010 die Generalsuniform ab und trat als Zivilist für die vom Militär gegründete Massenpartei USDP an. Sie gewann bei Wahlen, die westliche Beobachter als weder frei noch fair bezeichneten, haushoch. Thein Sein hat seit seinem Amtsantritt aber eine Reihe von Reformen eingeleitet und einen Dialog mit Suu Kyi begonnen.

Wahlen / Parteien / Birma
23.12.2011 · 12:54 Uhr
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