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«Supergrundrecht» Top-Kandidat für «Unwort des Jahres»

Am 14. Januar wird das «Unwort des Jahres» bekanntgegeben. Foto: Stephan Jansen

Darmstadt (dpa) - «Supergrundrecht» ist ein heißer Kandidat für das «Unwort des Jahres 2013». Der Begriff wurde im Zuge der NSA-Abhöraffäre verwendet.

Die Bezeichnung sei unter 1183 Einsendungen 44 mal vorgeschlagen worden, teilte die sprachkritische Jury um Professorin Nina Janich von der Technischen Universität (TU) Darmstadt mit. Das «Unwort» wird am 14. Januar 2014 in Darmstadt bekanntgegeben.

«Supergrundrecht» stammt vom früheren Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich. Der CSU-Politiker war der Meinung, für Deutsche sei die Sicherheit ein extrem wichtiges Recht, ein «Supergrundrecht». Es stehe höher als andere Grundrechte. Unter den Kandidaten sind auch die Bezeichnung «Kampf-Radler» für rücksichtslose Radfahrer und der Begriff «passive Bewaffnung». Er wurde im Zusammenhang mit dem kapitalismuskritischen Blockupy-Protest in Frankfurt am Main verwendet.

Die Jury richtet sich nicht nach der Häufigkeit der Vorschläge, sondern entscheidet unabhängig. Zum «Unwort des Jahres 2012» wurde ein Außenseiter gewählt: Der Begriff «Opfer-Abo» war nur einmal vorgeschlagen worden.

Gesellschaft / Sprache
28.12.2013 · 09:22 Uhr
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