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Südkorea vertreibt nordkoreanische Marineschiffe

Südkoreanische MarineGroßansicht
Seoul (dpa) - Inmitten erhöhter Spannungen ist es an der umstrittenen Seegrenze zwischen Süd- und Nordkorea im Gelben Meer erneut zu kurzen Zwischenfällen gekommen. Die Marine habe ein nordkoreanisches Patrouillenboot Samstagnacht mit Warnschüssen aus den Gewässern Südkoreas vertrieben.

Kurz zuvor habe bereits ein anderes Marineschiff aus Nordkorea die Seegrenze verletzt, teilte ein Sprecher des Generalstabs der südkoreanischen Streitkräfte am Sonntag mit. Es habe nach Warndurchsagen erst nach einer halben Stunde wieder abgedreht.

Den Angaben zufolge drangen die nordkoreanischen Schiffe mehr als zwei Kilometer weit in die von Südkorea beanspruchte Pufferzone vor der Westküste ein. Es waren die ersten derartigen Grenzverletzungen durch nordkoreanische Patrouillenboote seit dem Untergang einer 1200-Tonnen-Korvette der südkoreanischen Marine in der Nähe der Seegrenze Ende März. Der Verdacht hatte sich zuletzt verstärkt, dass das kommunistische Nachbarland das Schiff versenkt habe. Südkorea hat Nordkorea bisher nicht offen beschuldigt. Bei dem Zwischenfall wurden 46 Marinesoldaten getötet.

An der sogenannten Nördlichen Grenzlinie (NLL) war es in der Vergangenheit wiederholt zu Gefechten zwischen Kriegsschiffen beider Länder gekommen. Nordkorea erkennt die Linie nicht an, die zum Ende des Korea-Kriegs (1950-53) von einem UN-Kommando gezogen wurde.

Konflikte / Südkorea / Nordkorea
16.05.2010 · 10:17 Uhr
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