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Südkorea nimmt Abschied von Expräsident Kim

Mitglieder der südkoranischen Regierung verneigen sich in Respekt vor Kim Dae Jung.Großansicht
Seoul (dpa) - Die Südkoreaner haben am Sonntag mit einem Staatsbegräbnis Abschied von ihrem früheren Präsidenten Kim Dae Jung genommen.

Der Friedensnobelpreisträger Kim, der als Symbolfigur der Demokratisierung Südkoreas gilt und mit seiner sogenannten Sonnenscheinpolitik eine lange Phase der Annäherung an das kommunistische Nordkorea eingeläutet hatte, war am Dienstag an Herzversagen gestorben. Kim Dae Jung war zwischen 1998 und 2003 Staatsoberhaupt. Zum Zeitpunkt seines Todes war er 83 Jahre, nach anderen biografischen Quellen 85 Jahre alt.

Etwa 24 000 Gäste aus dem In- und Ausland, darunter der amtierende Präsident Lee Myung Bak und die früheren Staatschefs Kim Young Sam und Chun Doo Hwan, nahmen an dem Staatsakt in Seoul teil. Zehntausende von Südkoreanern säumten die Straßen und erwiesen dem früheren Dissidenten in der Zeit der südkoreanischen Militärdiktaturen die letzte Ehre.

Südkoreas Ministerpräsident Han Seung Soo würdigte Kim als einen «großen Führer der modernen Geschichte», der sich um die Demokratie, Menschenrechte, Frieden und Aussöhnung des koreanischen Volkes verdient gemacht habe. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il hatte eine hochrangige Kondolenzdelegation nach Seoul entsandt. Beide Länder nutzten die Gelegenheit, nach monatelanger Unterbrechung des Dialogs auch wieder miteinander zu reden.

Innenpolitik / Südkorea
23.08.2009 · 10:30 Uhr
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