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Stuttgart-21-Streit geht weiter - Zustimmung wächst

Die Präsentation des Stresstests wird verschoben, die Gegner des Tiefbahnhofs nehmen doch teil.Großansicht

Stuttgart (dpa) - Der Streit über die nächsten Schritte beim Bahnprojekt Stuttgart 21 nimmt kein Ende: Die Bahn will weiterhin bis Ende der Woche Aufträge für zwei Tunnel in Höhe von 750 Millionen Euro vergeben.

Die Projektgegner forderten am Montag aber erneut einen gemeinsam mit dem Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 entwickelten zweiten Stresstest. Laut einer Umfrage wächst in der Landeshauptstadt die Zustimmung zu dem Milliardenprojekt.

In der am Montag von der Stadt vorgestellten repräsentativen Erhebung erklärten 43 Prozent der Stuttgarter, eine «sehr gute» oder «gute» Meinung vom Gesamtprojekt zu haben - 34 Prozent bewerten das Vorhaben als «schlecht» oder «sehr schlecht». Damit hat sich das Meinungsbild seit der letzten Umfrage von 2009 gedreht: Damals äußerten sich 29 Prozent positiv und 47 Prozent negativ.

Am späten Sonntagabend hatte das Bündnis erklärt, nun doch an der auf Freitag verschobenen öffentlichen Debatte über die Ergebnisse des Stresstests teilnehmen zu wollen. Eine Bündnissprecherin begründete das mit einer überwältigenden Zahl von Zuschriften. Viele Stuttgart-21-Gegner hätten die Sorge geäußert, dass ansonsten nur die Bahn ihre Sicht der Dinge darstellen könne.

Die Bahn kommentierte das Einlenken der Gegner zurückhaltend. Da der Schlichter den Wunsch gehabt habe, den Termin um drei Tage nach hinten zu verschieben, sei man darauf eingegangen. Projektsprecher Wolfgang Dietrich sagte: «Das Ergebnis des Stresstests steht fest. Da wird auch die Diskussion nichts mehr dran ändern.»

Verkehr / Bahn / Stuttgart 21
25.07.2011 · 18:37 Uhr
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