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Stuttgart 21: Blockade gegen Bagger aufgelöst

Zwei Demonstranten umarmen sich in Stuttgart am Nordflügel des Hauptbahnhofs vor dem für die geplanten Abrissarbeiten abgesperrten Bereich.

Stuttgart (dpa) - Um einem Bagger den Weg auf das Baugelände am Stuttgarter Hauptbahnhof zu bahnen, hat die Polizei am späten Mittwochabend eine Blockade von mehreren Gegnern des umstrittenen Bauprojekts Stuttgart 21 aufgelöst.

«Etliche Aktivisten» hätten die Einfahrt des Radbaggers auf das eingezäunte Baufeld am Nordflügel verzögert, teilte die Polizei mit. Sie wurden von der Straße getragen.

Die am vergangenen Freitag begonnenen Abrissarbeiten waren nach Polizeiangaben bis zum frühen Donnerstagmorgen nicht fortgesetzt worden. Es hätten sich am Abend maximal bis zu 500 Demonstranten versammelt, am Donnerstag gegen 5.00 Uhr seien noch 30 bis 40 am Gelände gewesen. «Es war eine ruhige Nacht», sagte ein Polizist.

Durch das Milliarden-Bahnprojekt Stuttgart 21 soll der Kopfbahnhof zu einer unterirdischen Durchgangsstation umgebaut und an die künftige Schnellbahntrasse nach Ulm angeschlossen werden. Die Kritik richtet sich unter anderem gegen die steigenden Kosten des Vorhabens, das mittlerweile mit 4,1 Milliarden Euro zu Buche schlägt, sowie gegen negative Effekte auf die Umwelt und den Nahverkehr.

Verkehr / Bahn
19.08.2010 · 09:42 Uhr
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