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Sturmtief «Joachim» bringt Schnee nach Deutschland

Schnee in WinterbergGroßansicht

Berlin/Offenbach (dpa) - Mit dem Orkan kam der Schnee: Sturmtief «Joachim» hat vielerorts in Deutschland zum vierten Adventswochenende den Winter eingeläutet. So begann am Samstag mit drei Wochen Verspätung die Skisaison auf der Zugspitze.

«Joachim» ging nach Windgeschwindigkeiten von mehr als 150 Kilometern pro Stunde in der Nacht zum Samstag über Deutschland allmählich die Puste aus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hob seine Unwetterwarnungen wieder auf.

Auf dem Zugspitzplatt genossen am Samstag rund 1000 Wintersportfreunde bei leichtem Schneefall die ersten Schwünge, wie ein Sprecher der Zugspitzbahn der Nachrichtenagentur dpa sagte. Inzwischen liegt an Deutschlands höchstem Berg rund ein Meter Schnee. Am Freitag hatte noch der Wind mit einer Geschwindigkeit von bis zu 182 Kilometern pro Stunde über die 2962 Meter hohe Zugspitze gefegt.

Auch in den Hochlagen des Sauerlands, im Vogtland und im Erzgebirge brachte «Joachim» die weiße Pracht. Nach Angaben des DWD lagen am Samstag auf dem Fichtelberg 51 Zentimeter Schnee. Auf dem Brocken im Harz wuchs die Schneedecke auf 1,10 Meter an.

Der Sturm hatte vor allem im Süden mit Stärke 12 die Muskeln spielen lassen. Bäume wurden entwurzelt, Starkregen überflutete Straßen, einige Schulen und Markte blieben geschlossen, teilweise wurde der Bahnverkehr behindert. Bayern, Thüringen und Teile Sachsen-Anhalts erlebten zeitweise ein Schneechaos. Derzeit sehe es so aus, dass es zur zweiten Wochenhälfte wieder milder werde, erklärte der DWD am Samstag.

Am Freitagabend zog «Joachim» weiter Richtung Nordosten. In Polen wurden mindestens vier Menschen verletzt. In den Beskiden und in der Hohen Tatra erreichten die Sturmböen Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern in der Stunde, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Ein Teil des Wintersportortes Zakopane war ohne Strom, nachdem umstürzende Bäume die Stromleitungen unterbrachen. Auch in vielen Dörfern im Süden Polens sowie in Schlesien ging das Licht aus.

In Tschechien warnten Meteorologen die Autofahrer weiterhin vor möglichen Schneeverwehungen. Die Warnung galt auch für die Autobahn D8 in Richtung Dresden, die am Freitagabend zeitweise gesperrt werden musste, weil der Verkehr im Schneetreiben stecken blieb. In der Slowakei waren am Samstag noch einzelne Bergstraßen vor allem in der Mittelslowakei wegen großer Schneemengen gesperrt. In der Hauptstadt Bratislava wehte der Wind am Freitag den Weihnachtsbaum vor dem Parlamentsgebäude um. Verletzt wurde dabei jedoch niemand.

In Frankreich musste wegen zu starken Schneefalls der Damen-Slalom in Courchevel abgesagt werden. Im Westen des Landes war bereits am Freitag zeitweise der Strom in rund 400 000 Haushalten ausgefallen. In dem Sturm strandete vor der Südküste der Bretagne der unter Maltas Flagge fahrende Frachter «TK Bremen».

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Wetter / Unwetter
17.12.2011 · 14:56 Uhr
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