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Studie unterstützt Köhlers Forderung nach Erhöhung der Benzinpreise

Berlin (dts) - Eine Studie des Umweltbundesamtes unterstützt die Forderung des Bundespräsidenten Horst Köhler nach einer Erhöhung der Kraftstoffpreise. Demnach würde eine Anhebung des Preises eine sinkende Nachfrage mit sich bringen. Die Untersuchung hatte ergeben, dass durch die Einführung der Mineralölsteuer im Jahr 1999 der Bedarf nach Benzin und Diesel merklich gesunken sei. In den folgenden sechs Jahren sei der Verbrauch um 0,7 Millionen Tonnen zurückgegangen. Außerdem schlägt das Amt eine jährliche Preisanhebung von drei Cent vor. 2020 läge der Wert somit bei 95 Cent, 2030 wären es 1,25 Euro. Die Studie prognostiziert dadurch eine CO2-Einsparung von 4,2 Millionen Tonnen bis 2030. "Wenn Preise steigen, werden Wirtschaft und Verbraucher automatisch sparsamer - das ist ein ganz normaler Preiseffekt, der auch bei Kraftstoffen zutrifft", so ein Mitarbeiter des Umweltbundesamtes. Die steigenden Preise sollen die Bundesbürger dazu anregen, sich ein spritsparendes Auto zu kaufen. Das zusätzlich eingenommene Geld soll in die Verkehrsinfrastruktur investiert werden. Politiker lehnten Köhlers Vorschlag jedoch ab, da sie nicht an einen Rückgang der Nachfrage glauben.
DEU / Autoindustrie / Finanzindustrie / Energie
23.03.2010 · 23:14 Uhr
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