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Studie: Knapp die Hälfte der reichen Deutschen stiftet

Berlin/Heidelberg (dpa) - Auch viele reiche Deutsche setzen einen Teil ihres Vermögens für gemeinnützige Zwecke ein. Viel ist darüber aber nicht bekannt.

Eine Untersuchung der Universität Heidelberg ergab aber immerhin, dass von den 300 reichsten Familien in Deutschland mindestens 140 Stiftungen gegründet haben. «Das ist ein relativ positives Ergebnis und zeigt, dass wir ein gutes Engagement haben», sagte Studienleiter Volker Then.

Beispiele seien die BMW-Großaktionäre aus der Familie Quandt und die Gründer des Software-Riesen SAP, Hasso Plattner, Dietmar Hopp, Hans-Werner Hector und Klaus Tschira. «Es geht dabei um Gestaltungswillen, um direkte gesellschaftliche Problemlösungen», sagte Then. In vielen Fällen gehe es aber auch darum, beim Übergang des Vermögens auf die Nachkommen Steuern zu sparen.

Darüber, wie viel die Reichen an andere Organisationen spenden, gibt es keine Übersichten. Für viele sei aber ohnehin die Stiftung das Mittel der Wahl, erklärte Daniela Felser, Geschäftsführerin des Deutschen Spendenrats. «Dort ist der Einfluss höher: Man sieht genau, wo das Geld hingeht und kann mitgestalten.» Felser hält es für wünschenswert, wenn es in Deutschland zusätzlich Initiativen wie in den USA gebe, wo 40 Milliardäre die Hälfte ihres Vermögens spenden wollen. «Der Staat zieht sich mehr und mehr zurück, da ist der Einzelne stärker gefragt.»

Gesellschaft / Leute / USA
06.08.2010 · 23:32 Uhr
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