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Studie: Immer mehr Informationen aus Nordkorea

Pjöngjang/Berlin (dts) - Das nordkoreanische Regime kann die starke Isolierung des Landes offenbar nicht mehr in gleichem Ausmaß wie noch vor einigen Jahren aufrecht erhalten. Das ist das Ergebnis eines Berichts von Reporter ohne Grenzen (ROG) zur Lage der Medienfreiheit in Nordkorea. Informationen aus dem Ausland verbreiteten sich unter anderem über Exilradiostationen und ausländische Rundfunksender in der Demokratischen Volksrepublik Korea, heißt es in der 13-seitigen Studie.

Zudem begünstige der illegale Grenzhandel den Informationsfluss von außen: Informationsmaterial und Kommunikationsmittel wie Mobiltelefone, DVDs, USB-Sticks und andere digitale Medien würden in zunehmendem Maße über die Grenze von China und Südkorea ins Land geschmuggelt. Derweil beklagt ROG aber eine anhaltende absolute staatliche Kontrolle und Lenkung der Medien im Land. Lediglich in der Kommunikationsform der Medien gibt es leichte Veränderungen: So wurden beispielsweise deren Online-Präsenzen weiter ausgebaut. Zugänge zum World Wide Web bleiben allerdings weiter auf wenige Internetcafés in der Hauptstadt Pjöngjang sowie auf Computer in Hotels für ausländische Gäste beschränkt. Hörfunksender, die von nordkoreanischen Flüchtlingen schwerpunktmäßig in Südkorea gegründet werden, sind meist zwei bis drei Stunden täglich über Kurzwelle zu empfangen. Auch wenn immer noch wenige Nordkoreaner im Besitz eines Kurzwellengerätes sind, wächst offenbar die Zahl der Hörer von Stationen wie "Free North Korea Radio" oder "Radio Free Chosun", heißt es in dem Bericht weiter.
Nordkorea / Medien / Fernsehen / Internet / Telekommunikation
11.10.2011 · 16:05 Uhr
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