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Studie: Eltern von Zwillingen lassen sich häufiger scheiden

Birmingham (dts) - Für Eltern von Zwillingen ist es wahrscheinlicher, dass sie geschieden werden, pleite gehen und arbeitslos werden, obwohl diese Eltern statistisch finanziell besser gestellt, älter und heiratswilliger sind als Eltern ohne Zwillinge. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie über die Folgen von Mehrlingsgeburten, welche von der University of Birmingham durchgeführt wurde. 18.500 Familien wurden von den Wissenschaftlern beobachtet. So sei die Wahrscheinlichkeit, geschieden zu werden, für verheiratete Paare mit Zwillingen oder Drillingen zu 17 Prozent höher, als für Eltern, die zwischen den Geburten ihrer Kinder eine Pause haben. Die Auswirkungen auf die Finanzen der Familie seien sogar noch deutlicher: Zwei Drittel der Familien mit Mehrlingsgeburten sagten, sie seien finanziell deutlich schlechter gestellt, nachdem ihre Kinder geboren wurden, verglichen mit 40 Prozent der anderen Eltern. Zudem sei die Wahrscheinlichkeit, neun Monate nach der Geburt ihrer Kinder wieder in Arbeit zu gelangen, für Mütter mit Zwillingen oder Drillingen 20 Prozent niedriger als für Mütter mit nur einem Baby. Grund seien vor allem die höheren Kosten für die Kinderbetreuung, so die Wissenschaftler. In den unteren Einkommensgruppen lebte das ärmste Viertel der Familien mit Mehrlingsgeburten von 272 Dollar pro Woche, verglichen mit 289 Dollar unter den armen Familien mit Einzel-Geburten.
Großbritannien / Wissenschaft / Familien / Gesellschaft
16.03.2010 · 17:15 Uhr
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