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Studie: Bei Angriff mit Fußtritten muss von Tötungsvorsatz ausgegangen werden

Bremen (dts) - Bei einem Angriff mit Fußtritten muss grundsätzlich von einem Tötungsvorsatz ausgegangen werden, da bereits ein einzelner Tritt gegen Kopf oder Oberkörper tödlich sein kann. Zu diesem Schluss kommt ein Rechtswissenschaftler der Universität Bremen in einer Studie zum Thema "Körperliche Angriffe durch Fußtritte gegen Kopf und Thorax". Im Zuge dieser Arbeit waren 800 Menschen zum Bewusstsein der Gefährlichkeit von Tritten befragt worden. Demnach schätzten 90 Prozent der Befragten Tritte gegen den Kopf als lebensgefährlich ein. Tritte gegen den Oberkörper halten etwa 33 Prozent der Befragten für lebensbedrohlich. Laut Studie muss aufgrund der belegten Kenntnis der besonderen Gefährlichkeit von Fußtritten in der Bevölkerung bei einem solchen Angriff grundsätzlich von einem Tötungsvorsatz ausgegangen werden. Am vergangenen Samstag hatten zwei Jugendliche auf einem Münchener S-Bahnhof einen 50-Jährigen durch Tritte getötet, als dieser versuchte, sie vom Angriff auf eine Gruppe Teenager abzubringen.
DEU / Studie / Kriminalität / Tottreten
16.09.2009 · 10:58 Uhr
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