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Studie: Abhängigkeit verführt Männer zur Untreue

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New York (dpa) - Männer reagieren einer US-Studie zufolge auf die finanzielle Überlegenheit ihrer Ehefrau häufig mit Seitensprüngen. Je stärker die Abhängigkeit vom Einkommen der Ehefrau, desto größer sei die Wahrscheinlichkeit der Untreue.

Dies fand die Soziologin Christin L. Munsch von der Cornell Universität in Ithaca heraus. Ihre Studie «The Effect of Relative Income Disparity on Infidelity for Men and Women» (in etwa: Die Folge unterschiedlicher Einkommen auf die Untreue von Männern und Frauen) wurde in der «New York Times» vom Sonntag vorgestellt.

Sie stützt sich auf Daten einer fortlaufenden Untersuchung von Amerikanern im Alter von 18 bis 28 Jahren, National Longitudinal Survey of Youth. Demzufolge haben Männer, die kein eigenes Gehalt beziehen und finanziell komplett abhängig sind, fünf Mal so häufig eine außereheliche Affäre wie Männer mit dem gleichen Einkommen wie ihre Frau. Das gelte auch für junge Väter, die sich bereit erklären, für eine begrenzte Zeit zur Babypflege oder Kindererziehung zu Hause zu bleiben.

«Untreue ist vermutlich der Versuch, Gefühle der Unzulänglichkeit zu kompensieren», heißt es in dem Papier, das Munsch kürzlich auch auf der Jahrestagung der Amerikanischen Soziologen-Vereinigung ansprach. Allerdings neigen auch jene Ehemänner zu Seitensprüngen, die wesentlich mehr verdienen als ihre Frauen. Das «sicherste» Einkommensverhältnis liege bei 100 Prozent (Männer) zu 75 Prozent (Frauen), was laut Munsch in etwa auch den Tatsachen entspricht. Vielleicht seien außereheliche Affären auch deshalb relativ selten, entwarnt die Soziologin: Im Durchschnitt nur in drei bis vier Prozent aller (US-)Ehen.

Gesellschaft / USA
26.09.2010 · 17:55 Uhr
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