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Studie: 40 Prozent Emissionsminderung nötig

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Kopenhagen (dpa) - Während die Länder auf dem Kopenhagener Gipfel hart um ihre Klimaziele ringen, fordern Forscher weitere Anstrengungen. Die Industrieländer müssten ihre Treibhausgase von bis 2020 um 40 Prozent verglichen mit 1990 reduzieren.

Das betonten die Autoren der Studie «Copenhagen Diagnosis» in einer Mitteilung am Donnerstag. Nur so sei sicherzustellen, dass die Erde sich nicht um mehr als zwei Grad erwärmt - einen Wert, ab dem der Klimawandel katastrophale Ausmaße annehme. Die EU hat bislang 20 Prozent Reduktion für diesen Zeitraum zugesagt, die USA umgerechnet rund 4 Prozent.

Für ihre bereits im Vorfeld des Gipfels präsentierte Studie hatten 26 weltweit führende Klimaforscher unter anderem Daten des Weltklimarates ausgewertet. Die Marke von zwei Grad Erwärmung könnte demnach 2040 überschritten werden, wenn nicht umgehend Maßnahmen zur Reduzierung des Treibhausgasausstoßes ergriffen werden. Seit der Klimarahmenkonvention von Rio de Janeiro 1992 habe der Kohlendioxidausstoß durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas um mehr als 40 Prozent zugenommen.

Der Bericht besagt, dass die globalen Emissionen in spätestens fünf bis zehn Jahren ihren Gipfel überschreiten und anschließend schnell abnehmen müssten. Wenn die Erwärmung langfristig auf höchstens zwei Grad begrenzt werden soll, müssten die Pro-Kopf- Emissionen in den Industrieländern bis 2050 um 80 bis 95 Prozent verglichen mit den Werten von 1990 reduziert werden.

Nach Berechnung des Climate Action Trackers wird sich die Erde mit den bislang in Kopenhagen vorgelegten Klimazielen bis 2050 um 3,5 Grad erwärmen.

«Copenhagen Diagnosis»: http://dpaq.de/QXdUx; "Climate Action Tracker": http://dpaq.de/i6qgV

UN / Klima / Gipfel
17.12.2009 · 22:53 Uhr
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