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Studentenproteste: Chiles Regierung lenkt ein

Rund 60 000 Demonstranten marschierten wieder durch die Straßen Santiagos und forderten eine Reform des Bildungssystems. Foto: Felipe TurebaGroßansicht

Santiago de Chile (dpa) - Nach massiven Studentenprotesten ist die chilenische Regierung offensichtlich zu Zugeständnissen bereit. Vertreter der konservativen Koalition von Präsident Sebastián Piñera erklärten am Mittwoch, es werde möglicherweise mehr Stipendien für ärmere Studenten geben.

Rund 60 000 Demonstranten marschierten wieder durch die Straßen Santiagos und forderten eine Reform des Bildungssystems. Piñera traf sich mit regierungstreuen Parlamentariern, um das Haushaltsprojekt für 2012 zu besprechen. Senator Francisco Chahuán sprach sich dabei für mehr Stipendien aus, um 60 Prozent der einkommensschwächeren Studenten zu unterstützen - wie von der Studentenbewegung gefordert. Bisher hatte sich die Regierung nur bereiterklärt, 40 Prozent zu unterstützen.

Die Proteste verliefen am Mittwoch weniger gewalttätig. 40 Menschen wurden festgenommen, fünf Polizisten verletzt. Am Dienstag hatten Demonstranten einen Bus in Brand gesetzt, 263 Menschen wurden festgenommen. Die Studentenbewegung protestiert seit fünf Monaten gegen die hohen Gebühren an Universitäten und vielen Schulen.

Demonstrationen / Bildung / Chile
20.10.2011 · 07:05 Uhr
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