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Student ermordete 15 Ausländer in Russland

GefängniszelleGroßansicht

Moskau (dpa) - Aus Fremdenhass hat ein 22-jähriger Student in Russland 15 Menschen mit Messerstichen und Hammerschlägen ermordet. Dafür wurde er am Donnerstag von einem Moskauer Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt.

Ein 23-jähriger Komplize, der die Beteiligung an fünf Morden gestanden hatte, erhielt 22 Jahre Lagerhaft, wie die Agentur Interfax meldete. In Russland machen nach Regierungsangaben mehr als 150 rechtsextreme Gruppen mit insgesamt etwa 10 000 Mitgliedern Jagd auf Ausländer. Jedes Jahr sterben dabei Dutzende Menschen. Die Opfer stammen vor allem aus Zentralasien und dem Kaukasus. Die offizielle Zahl der fremdenfeindlichen Übergriffe hat deutlich zugenommen: 2009 registrierten die russischen Behörden 548 Gewalttaten, fast 100 mehr als im Jahr davor.

Die Angeklagten hatten zwischen Oktober 2007 und Mai 2008 Menschen mit «nicht-slawischem Aussehen» nahe Metrostationen in Moskau angegriffen. Bandenchef Wassili K. war 2008 bei einem Verhör an einem der Tatorte entkommen. Erst nach mehr als einem halben Jahr hatte er wieder gefasst werden können.

Kriminalität / Extremismus / Russland
28.10.2010 · 16:29 Uhr
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