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Struck für Verhandlungen mit "gemäßigten Taliban"

Berlin (dts) - SPD-Fraktionschef Peter Struck setzt auf eine diplomatische Lösung, um den Konflikt in Afghanistan zu lösen. "Ich habe in Kunduz schon mit Taliban gesprochen, wir müssen alle einbeziehen - jedenfalls die gemäßigten Taliban", sagte Struck in einen Gespräch in der am Montag erscheinenden Ausgabe des Magazins "Spiegel". "Jemanden wie Mullah Omar" würde der ehemalige Verteidigungsminister jedoch ausschließen: "Ich habe mir seinen Lebenslauf angesehen. Das ist ein Massenmörder." Auch Pakistan müsse eingebunden werden: "Es muss uns gelingen, die pakistanische Regierung dazu zu bringen, gemeinsam mit den Afghanen die Taliban zu bekämpfen. Angesichts der geografischen Gegebenheiten halte ich eine militärische Lösung allerdings für ausgeschlossen." Trotz der drei Bundeswehrsoldaten, die diese Woche getötet wurden, verteidigte Struck den Bundeswehr-Einsatz am Hindukusch: "Ich sehe keinen Grund, jetzt aufzugeben und zu sagen: Es tut mir leid, die über 30 deutschen Soldaten sind leider umsonst gestorben, wir gehen raus." Er befürchte, dass der Abzug der Deutschen "noch zehn Jahre dauern" könne.
DEU / Afghanistan / Bundeswehr / Taliban
27.06.2009 · 11:07 Uhr
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