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Strom, Schatten, Wasser: Diese Unterstellmöglichkeit ist vielseitig produktiv

In vielen Regionen Indien ist es nicht unbedingt zu empfehlen, sich zu lange der direkten Sonnenstrahlung auszusetzen. Schattenspendende Unterstellmöglichkeiten sind daher dort sehr begehrt. Das Ehepaar Samit und Priya Choksi wollte sich damit allerdings nicht zufrieden geben. Ihre Idee: Eine Art Sonnendach schaffen, dass nicht nur Schatten spendet, sondern nebenbei auch noch Strom produziert und Wasser sammelt. Der Informatiker und die Architektin experimentierten daher mit verschiedenen Ansätzen und brachten schließlich ein Produkt mit dem Spitznamen „Ulta Chaata“ auf den Markt – was so viel bedeutet wie umgekehrter Regenschirm. Genau so nämlicht sieht die Erfindung des Ehepaares auf den ersten Blick aus. Allerdings im großen Maßstab: Das Standardmodell hat einen vier mal vier Meter großen Schirm.

Foto: Think Phi

Elektroautos können mit der Solarenergie geladen werden

Darauf sind Solarmodule angebracht, die 400 kW Energie erzeugen können. Ein Bauwerk, das Schatten spenden soll, gleichzeitig noch mit Solarzellen zu bestücken, ist grundsätzlich eine clevere Idee – allerdings nicht ganz neu. Interessanter ist daher die dritte Funktion des umgekehrten Regenschirms: Die Solarmodule sind so angebracht, dass Regenwasser problemlos hindurchfließen kann. Dieses wird dann gesammelt und gefiltert. Auf diese Weise können bis zu 45.000 Liter sauberes Wasser gewonnen werden. Die Einsatzmöglichkeiten des innovativen Schattenspenders sind vielseitig: So ist es denkbar, sie an Parkplätzen aufzustellen und damit Elektroautos aufzuladen. Aber auch an Bushaltestellen und im Außenbereich von Restaurants kommen die riesigen Sonnenschirme bereits zum Einsatz.

Die indische Industrie unterstützt das Projekt in vielen Bereichen

Der bekannte Tata-Konzern hat zudem eine Version mit einem zwanzig Meter langen Segel bestellt. Diese soll an Mautstellen aufgestellt werden und dort für Schatten, Strom und Wasser sorgen. Generell hat das Startup namens Think Phi von der Unterstützung der klassischen Industrie in Indien sehr stark profitiert. So gewährte der bekannte Industrielle Nimmagadda Prasad bereits in einer sehr frühen Phase einen finanziellen Zuschuss. Dafür gab es in Indien allerdings andere Probleme: So dauerte es extrem lange, das Startup ordnungsgemäß anzumelden. Einfach so loszulegen, kam für das Ehepaar aber nicht in Frage. Ein sauberes Produkt sollte nicht von einer Firma im Graubereich vertrieben werden – so die Logik der beiden Gründer.

Via: Treehugger

Technik / Indien
[trendsderzukunft.de] · 07.12.2017 · 10:14 Uhr
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