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Streusalz wird allmählich knapp

Die Streusalzvorräte gehen zur Neige.
Bad Gandersheim (dpa) - Die Streusalzknappheit könnte für Autofahrer bald dramatische Folgen haben. Sollte es erneut stark schneien, könnte etwa die Autobahn 7 im südlichen Niedersachsen womöglich nicht mehr komplett abgestreut werden.

Es gebe Pläne, dann nur noch eine Spur zu streuen und ein Tempolimit zu verhängen, sagte der Chef des Landesbetriebes für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim, Udo Othmer, am Dienstag. Da Streusalz kaum zu beschaffen sei, hoffe er auf niederschlagsfreies Winterwetter.

Nach dem Wintereinbruch geht in einigen Städten und Gemeinden das Streusalz zur Neige. Betroffen sind unter anderem Regionen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen sowie Bremen. Die Stadt Münster teilte am Montag mit, man habe von Lieferantenseite erfahren, dass «Städte und Gemeinden in nächster Zeit» zunächst kein Streusalz bekämen. Vorrangig würden Streudienste von Autobahnen beliefert.

Münster werde nun mit den Salzvorräten «sparsam haushalten» - «zudem versuchen wir, über andere Kanäle an Streusalz zu kommen. Die Preise steigen derzeit heftig», sagte ein Sprecherin. Auch andere Kommunen berichteten von Engpässen bei Bestellungen.

Auftausalze werden unter anderem von dem Düngemittel- und Salzhersteller K+S mit Sitz in Kassel verkauft. Mehr als 80 Prozent der Kunden seien Kommunen. «Wir müssen unsere Aufträge derzeit priorisieren. Deshalb erhalten die Kunden zuerst Auftausalze, die für Autobahnen und überregionale Hauptstraßen zuständig sind», erklärte K+S-Sprecher Ulrich Göbel. Aus dem Grund sei die «Nachschubsituation durchaus ein wenig angespannt». Von enormen Lieferengpässen könne aber nicht die Rede sein. K+S produziere mehrere 10 000 Tonnen Salz am Tag.

Wetter / Verkehr
05.01.2010 · 14:47 Uhr
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