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Streusalz lässt Schnee schmelzen - aber wie?

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Hamburg (dpa) - Streut man Salz auf Eis oder festgefahrenen Schnee, löst sich das winterliche Schlamassel auf. Aber wie funktioniert das? Hauptgrund dafür ist der niedrige Gefrierpunkt einer Salzlösung. Klares Wasser wird ab null Grad zu Eis, eine Salzlösung aber erst bei deutlich niedrigeren Temperaturen.

Selbst bei Minusgraden ist auf verschneiten oder vereisten Straßen immer auch noch etwas flüssiges Wasser vorhanden. Wird Salz auf die Fläche geschüttet, löst sich ein Teil davon in dem Wasserfilm, eine Salzlösung entsteht.

An der Grenze zwischen Salzlösung und Untergrund schmilzt zudem weiteres Eis oder weiterer Schnee weg - auch wenn es eisig kalt ist. Immer mehr Salzlösung entsteht, bis alles Eis und aller Schnee weggeschmolzen sind.

Streusalz besteht zum Großteil aus normalem Kochsalz, Natriumchlorid. Bis zu etwa minus zehn Grad lassen sich glatte Straßen damit entschärfen. Zugefügt werden oft noch Magnesium- oder Kalziumchlorid, weil das Salz dann bei tieferen Temperaturen bis etwa minus 20 Grad wirkt. Zudem lässt sich das entstehende Feuchtsalz besser ausstreuen.

Pro Quadratmeter verteilen Streufahrzeuge je nach Witterung 10 bis 20 Gramm Salz auf den Straßen. Der Absatz von Auftausalz schwankt von Jahr zu Jahr stark. 2008 wurden dem Verband der Kali- und Salzindustrie zufolge 1,74 Millionen Tonnen verkauft, 2005 waren es gar 3,45 Millionen Tonnen, 1992 dagegen nur 0,61 Millionen. Derzeit liefern die deutschen Bergwerke täglich 45 000 Tonnen Auftausalz - zusätzlich zu anderen Produkten wie Speisesalz.

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08.01.2010 · 23:27 Uhr
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