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Streiks in Griechenland - Fährverkehr betroffen

Massive Streiks in GriechenlandGroßansicht
Athen (dpa) - In Athen haben nach einer längeren Ruhephase wieder Streiks begonnen. Betroffen sind vor allem die Bereiche Fährverkehr, die Krankenhäuser und Ministerien und andere staatliche Behörden.

Die Streikenden protestieren gegen Lohnkürzungen und Sparmaßnahmen der sozialistischen Regierung unter Ministerpräsident Giorgos Papandreou. Er versucht mit einem Schock-Sparprogramm das mit mehr als 300 Milliarden Euro verschuldete Land vom Bankrott zu retten.

Der Umfang der Streiks hielt sich jedoch in Grenzen. Zahlreiche Arbeitnehmer hätten nach einer Reihe von Streiks im vergangenen Monat so viele Tageslöhne verloren, dass sie sich es nicht leisten können erneut zu streiken, werteten griechische Medien.

Am Mittwochmorgen ist keine Fähre aus Piräus zu den Inseln der Ägäis ausgelaufen. Mitglieder der kommunistischen Gewerkschaft PAME blockierten die Einfahrten. Sie protestieren gegen die hohe Arbeitslosigkeit, die in den vergangenen zwölf Monaten von 9,4 Prozent auf 11,3 Prozent gestiegen ist und riefen zum «Aufstand» auf, wie das Fernsehen berichtete.

Ärzte behandelten wegen nicht gezahlter Überstunden in staatlichen Krankenhäusern nur Notfälle. Am Donnerstag wollen die Beamten und andere Staatsbedienstete wie Lehrer streiken. Dagegen sagten die griechischen Fluglotsen einen geplanten 48-stündigen Streik wegen des Chaos im europäischen Flugverkehr ab. Wir wollen helfen, das Chaos zu beenden», hieß es in einer Erklärung ihrer Gewerkschaft.

Streiks / EU / Finanzen / Griechenland
21.04.2010 · 09:29 Uhr
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