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Streikbilanz: Mehrere hundert Züge ausgefallen

Die Bahn-Vorstandsmitglieder Ulrich Homburgund Ulrich Weber (Personal) geben im Bahntower in Berlin eine gemeinsame Pressekonferenz zu den Themen Warnstreik und TarifrundeGroßansicht

Berlin (dpa) - Wegen der Warnstreiks sind bei der Deutschen Bahn am Dienstag mehrere hundert Züge ausgefallen. Diese erste Bilanz zog Bahn-Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg in Berlin. Die Schwerpunkte der Aktionen hätten in Köln, Düsseldorf, Dortmund, Hamm und Frankfurt gelegen, sagte er.

Besonders betroffen gewesen seien auch die Strecke München-Nürnberg sowie der Münchner S-Bahn-Verkehr. Bis der Zugverkehr wieder normal laufe, werde es bis in die späten Abendstunden dauern.

Das Unternehmen bedauere vor allem, dass Reisende des Fernverkehrs getroffen worden seien, obwohl der Tarifstreit sich auf den Regionalverkehr beziehe. «Die Massivität, mit der in den Verkehr eingegriffen wurde, verwundert uns sehr», sagte Homburg. Die Deutsche Bahn sei der falsche Adressat für den Warnstreik. Schließlich gehe es den Gewerkschaften darum, bei den privaten Bahngesellschaften ein höheres Einkommensniveau zu erreichen.

Vor der nächsten Verhandlungsrunde an diesem Freitag in Frankfurt erneuerte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber das Angebot des Konzerns von Anfang Oktober. Demnach sei die Bahn bereit, einen Branchentarifvertrag auf einem Einkommensniveau abzuschließen, das etwa fünf Prozent unter dem Niveau des DB-Konzerns liege.

Beim Zustandekommen eines solchen Vertrages sei die Bahn auch bereit, für ihre neu gegründeten Tochtergesellschaften das derzeitige Tarifniveau der Tochter DB Regio zu akzeptieren, fügte Weber hinzu.

Tarife / Verkehr / Bahn
26.10.2010 · 14:41 Uhr
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