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Strahlung in zweitem AKW bedroht Meerwasser

Der Betreiber Tepco überlegt, die verstrahlte Flüssigkeit aus dem AKW Fukushima Zwei (Daini) ins Meer zu leiten. Foto: Google/DigitalGlobeGroßansicht

Tokio (dpa) - In Japan droht radioaktiv verseuchtes Wasser nun auch aus einem zweiten Atomkraftwerk in den Pazifik zu fließen. Der Betreiber Tepco überlegt nach Angaben der Atomaufsicht, die verstrahlte Flüssigkeit aus dem AKW Fukushima Zwei (Daini) ins Meer zu leiten.

Diese Atomanlage liegt rund zwölf Kilometer vom zerstörten Unglückskraftwerk Fukushima Eins (Daiichi) entfernt.

Es handelt sich nach Schätzungen um eine Menge von rund 3000 Tonnen, wie die japanische Nachrichtenagentur Jiji-Press am Mittwoch berichtete. Das AKW Fukushima Zwei war zwar nach der Naturkatastrophe am 11. März heruntergefahren worden, der Tsunami habe aber Seewasser in die Anlage gespült, das inzwischen kontaminiert sei.

Im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima Eins schwappen nach Angaben von Tepco mehr als 100 000 Tonnen hochgradig radioaktiv verseuchtes Wasser. Der Konzern fürchtet angesichts der nahenden Regenzeit, dass die strahlende Brühe überlaufen könnte. Neben Millionen Litern Wasser, die die Reparaturtrupps im AKW zur Kühlung in die Reaktoren pumpten, haben auch starke Regenfälle bei einem Taifun das verseuchte Wasser in der Atomruine weiter steigen lassen. Das Atomkraftwerk Fukushima Zwei hat vier Siedewasserreaktoren, es nahm den Betrieb 1982 auf.

Atom / Japan
08.06.2011 · 12:00 Uhr
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