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Strahlenschutz-Chef für EU-Einheitsstandards

Osnabrück/Berlin (dpa) - Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, hat nach dem Atomunfall in Japan schärfere Auflagen für europäische Kernkraftwerke gefordert.

Was in der EU «bislang fehlt, ist ein einheitlicher Bewertungsmaßstab für Kernkraftwerke», sagte er der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Samstag). Ein EU-weiter Standard dürfe aber nicht dazu führen, «dass man sich auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner trifft». National geltende Standards dürften nicht abgeschwächt werden.

Die Sicherheit der Kernkraft bezeichnete König als relativ. Sicherheit sei «letztendlich das Ergebnis von einem gesellschaftlichen Diskussionsprozess über die Risiken, die man in Kauf nehmen will». Der Behördenchef stellte infrage, dass die Katastrophenschutzpläne der Bundesländer für jeden denkbaren Fall weit genug gingen. Die Pläne basierten auf «ganz gewissen Erwartungen» hinsichtlich Austrittsintensität und Verbreitungsmöglichkeiten. «Aber wir haben ja in Japan gesehen, dass die Natur und die Technik sich nicht an solche Pläne halten müssen, sondern plötzlich andere Wege aufweisen», warnte König. Genau darum gehe es jetzt der Bundesregierung. Sie wolle die Risikobewertungen, die man in der Vergangenheit vorgenommen habe, noch einmal grundsätzlich auf den Prüfstand stellen.

Atom / Deutschland
19.03.2011 · 07:29 Uhr
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