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Stichwort: Vollbeschäftigung - Arbeit für alle?

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Hamburg (dpa) - Vollbeschäftigung wird im Stabilitätsgesetz von 1967 ausdrücklich als Ziel der staatlichen Wirtschaftspolitik bezeichnet. Für Wirtschaftsforscher, Arbeitsmarktexperten und einschlägige Politiker bedeutet «Vollbeschäftigung» aber nicht zwangsläufig, dass jedermann bezahlte Arbeit hat.

Bis Ende der 50er Jahre sprach man in der Bundesrepublik von Vollbeschäftigung, wenn die Zahl der Arbeitslosen ein Prozent nicht überstieg. Danach galt zwei Prozent als Marke, heutzutage wird oft sogar fünf Prozent genannt.

Auf dem Höhepunkt der Debatten über die «Agenda 2010» und die Hartz-Gesetze vor fünf Jahren sagte der damalige Wirtschafts- und Arbeitsminister Wolfgang Clement (SPD) - zuständig für den Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung -, man müsse sich in Deutschland dauerhaft auf eine Arbeitslosenquote zwischen drei und fünf Prozent einstellen. Dies bedeute unter heutigen Bedingungen praktisch Vollbeschäftigung, sagte er wiederholt. Die Zahl der Arbeitslosen lag damals deutlich über vier Millionen.

Der «linke» Bremer Wirtschaftswissenschaftler und Rudolf Hickel sagte vor dem Hintergrund dieser Zahl, Vollbeschäftigung lasse rund eine Million Arbeitslose zu. Darin enthalten seien rund 400 000 Menschen, die nur für die Zeit einer erfolgreichen Jobsuche arbeitslos gemeldet seien. Hinzu kämen wegen mangelnder Qualifikation rund 600 000 schwer vermittelbare Arbeitslose.

Parteien / SPD / Arbeitsmarkt
03.08.2009 · 06:58 Uhr
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