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Stichwort: Die Milchmädchenrechnung

Hamburg (dpa) - Milchmädchen begegnen uns nicht mehr, Milchmädchenrechnungen aber immer wieder. Der Begriff bezeichnet eine Überlegung, die auf einem Trugschluss beruht. Häufig wird er mit Blick auf mangelhafte Kalkulationen oder unprofessionell geplante Projekte verwendet.

Als literarischer Vater der Redewendung gilt der französische Fabeldichter Jean de La Fontaine (1621-1695). In seiner Erzählung «Das Milchmädchen und der Milchtopf» rechnet sich eine Milchverkäuferin auf dem Weg zum Markt aus, was sie alles mit dem bald verdienten Geld kaufen kann. Voller Vorfreude beginnt sie zu hüpfen - und verschüttet die Milch.

Der deutsche Schriftsteller Johann Wilhelm Gleim (1719-1803) griff die Idee auf: «Und von dem Kopfe fällt der Topf, das baare Geld. Und Kalb und Kuh und Reichthum und Vergnügen, sieht nun das arme Weib vor sich in Scherben liegen», heißt es in seiner Fabel «Die Milchfrau».

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04.11.2009 · 07:02 Uhr
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