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Stichwort: Die «Army»

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Hamburg (dpa) - Die USA haben die schlagkräftigste Armee der Welt. Von den mehr als 1,5 Millionen Aktiven stellt das «Army» genannte Heer mit 547 000 Soldaten im aktiven Dienst die größte Truppe der Streitkräfte. Außerdem hat die Army mehr als 500 000 Reservisten.

Seit 2000 ist sie um 150 000 Soldaten gewachsen.

BUDGET UND BEWAFFNUNG:

Die Kriege im Irak und in Afghanistan ließen die militärischen Ausgaben der Supermacht anschwellen: 2001 kosteten Personal und Waffen 290 Milliarden Dollar, 2008 waren es schon knapp 700 Milliarden. Zum Waffenarsenal der Army zählen knapp 8000 Kampfpanzer und rund 30 000 leicht gepanzerte Fahrzeuge. Außerdem kommen etwa 7000 Artilleriegeschütze und tausende Raketen hinzu.

KEINE WEHRPFLICHT SEIT MEHR ALS 30 JAHREN:

Seit Ende des Vietnam-Krieges gibt es in den USA keine Wehrpflicht mehr. Mit Zustimmung ihrer Eltern können schon 17-jährige Frauen und Männer in der Army dienen, die Altersgrenze zum Eintritt liegt bei 42 Jahren. Fast jeder Dritte schreibt sich im Alter zwischen 21 und 24 Jahren ein. Die Soldaten verpflichten sich für mindestens acht Jahre. Gut jeder siebte Soldat der Army ist weiblich. Mehr als jeder zweite Offizier ist verheiratet.

KEIN SPIEGELBILD DER GESELLSCHAFT:

Mehr als jeder fünfte Soldat (22 Prozent) in der Army ist schwarz. Damit sind die Afroamerikaner deutlich überrepräsentiert - ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt nur etwa 13 Prozent. Ein Trend der vergangenen Jahre ist der Zustrom von Hispano-Amerikanern mit Wurzeln in Mittel- und Südamerika. 2005 machten sie schon elf Prozent aus - ihr Anteil in der Bevölkerung liegt bei etwa 15 Prozent. Für viele Zuwanderer führt der schnelle Weg zur US-Staatsbürgerschaft über die Verpflichtung bei der Army - das war historisch schon immer so.

GESCHICHTE:

In den beiden Weltkriegen starben mehr als eine halbe Million US-Soldaten, mehr als 400 000 davon hatten in der Army gedient. In Deutschland sind die USA als ehemalige Besatzer und heutiger NATO-Partner vielerorts stationiert, etwa in Baden-Württemberg. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Soldaten der Army, deren Heimatland vom Krieg verschont worden war, in der deutschen Bevölkerung beliebt. Zur Zeit der Luftbrücke sicherten amerikanische Piloten mit ihren «Rosinenbombern» das Überleben der West-Berliner.

USA / Verteidigung
19.08.2010 · 09:09 Uhr
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