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Stichwort: Der rechtsextreme «Thüringer Heimatschutz»

Demonstranten der rechtsextremen NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten ziehen am 3.2.2001 mit dem Transparent «Thüringer Heimatschutz. Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte.» durch Jena. Archivfoto: Gordon SchmidtGroßansicht

Erfurt (dpa) - Die mutmaßlichen Bankräuber und Bombenbauer, die mit dem Heilbronner Polizistenmord in Verbindung gebracht werden, gehörten dem «Thüringer Heimatschutz» («THS») an. Dieser fungierte in den 90er Jahren als Sammelbecken der Neo-Nazi-Szene in Thüringen.

Die Gruppe trat seit 1997 unter diesem Namen auf und hatte mehrere lokale Gruppierungen unter anderem in Jena, Saalfeld, Eisenach und Gera. Bereits seit 1994 wurde die Vorgängerorganisation vom Thüringer Verfassungsschutz beobachtet. Damals soll es 20 Mitglieder gegeben haben, im Jahr 2001 schon 170. Der «THS» war laut Verfassungsschutz bis 2002 aktiv. Später habe es mehrere Anzeichen für eine Wiederbelebung gegeben, die sich aber nicht bewahrheitet hätten.

Der ehemalige Kopf des «THS», Tino Brandt, war 1994 als Informant vom Verfassungsschutz angeworben worden. Er hatte sich zuvor für die rechtsextreme Gruppierung engagiert, ohne von staatlicher Seite dazu gedrängt worden zu sein, versicherten die Verfassungsschützer. Im Jahr 2001 wurde er «abgeschaltet».

Im Verfassungsschutzbericht von 1998 werden die beiden mutmaßlichen Bankräuber und ihre inzwischen 36 Jahre alte Mitbewohnerin namentlich als «THS»-Angehörige, Neonazis und mutmaßliche Bombenbauer genannt.

Kriminalität / Polizistenmord / Extremismus
12.11.2011 · 21:35 Uhr
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