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Stichwort: Der IWF - Krisenhelfer und Finanzaufsicht

Hamburg/Brüssel (dpa) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist als Krisenhelfer bekannt: Die Sonderorganisation der Vereinten Nationen greift immer dann ein, wenn Länder vorübergehende Finanzschwierigkeiten haben oder ihnen gar der Bankrott droht. Der IWF hilft den Mitgliedstaaten dann mit kurzfristigen Krediten.

Die Finanzhilfen des IWF sind meist an Auflagen geknüpft - etwa an die Sanierung des Staatshaushalts. 2009 gewährte der IWF den EU-Mitgliedern Ungarn, Lettland und Rumänien Milliardenkredite.

Die Kredite finanziert der IWF aus den Kapitaleinlagen seiner Mitgliedsländer. Diese Einlagen (Quoten) der 186 IWF-Staaten richten sich nach der Größe ihrer Volkswirtschaft und ihren Währungsreserven. Die größten Anteilseigner sind derzeit die USA mit 17,09 Prozent sowie Japan mit 6,12 und Deutschland mit 5,98 Prozent. Derzeit haben die USA als einziges Mitglied eine Sperrminorität. Wegen der starken Rolle der USA hat sich Frankreich lange Zeit gegen eine Rolle des IWF bei der Rettung eines Euro-Landes gesperrt.

Vor allem Deutschland dringt jedoch auf eine Mitwirkung des IWF. Nach Diplomatenangaben geht es um die «Glaubwürdigkeit» eines Notfallplans. Denn die Institution hat eine jahrzehntelange Erfahrung in der Umsetzung von Austeritätsprogrammen.

Zusammen verfügen die EU-Staaten über 32,38 Prozent. Das derzeit in Bedrängnis geratene Griechenland rangiert mit 0,38 Prozent auf einem der hinteren Plätze. Die Quote bestimmt nicht nur das Mitspracherecht, sondern auch die Höhe der Finanzhilfen, die ein notleidendes Land bekommen kann - maximal gut 1200 Prozent der Quote. Weil der Anteil Griechenlands so niedrig ist, würden die möglichen Gelder kaum ausreichen. Deshalb sollen die übrigen Euro-Länder mit bilateralen Krediten einspringen.

Der IWF wurde 1944 im US-amerikanischen Bretton Woods gegründet, um nach dem Zweiten Weltkrieg ein neues Weltwirtschaftssystem mit stabilen Wechselkursen einzuführen. Die vom früheren französischen Finanzminister Dominique Strauss-Kahn geführte Organisation hat ihren Sitz in der US-Hauptstadt Washington. Von 2000 bis 2004 stand der heutige Bundespräsident Horst Köhler an der Spitze des IWF. Angesichts der Wirtschaftskrise haben die 20 wichtigsten Volkswirtschaften (G20) im April 2009 eine Stärkung des IWF beschlossen, der zuvor an Bedeutung verloren hatte und in die Kritik geraten war. So wurden etwa die Mittel zur Kreditvergabe auf 750 Milliarden Dollar verdreifacht.

IWF-Mitgliedsländer: dpaq.de/6mv2u

EU / Gipfel
25.03.2010 · 22:42 Uhr
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