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Stichwort: Der Große Zapfenstreich

Berlin (dpa) - Der Große Zapfenstreich ist eine traditionelle Ehrerweisung durch deutsche Soldaten. Die Abfolge musikalischer und militärischer Elemente ist genau festgelegt. Die Ursprünge gehen bis ins 16. Jahrhundert zurück.

Wenn damals Landsknechte am Abend in das Lager zurückkehren sollten, ging ein Offizier mit einem Pfeifer und einem Trommler durch die Gaststuben und schlug mit seinem Stock auf die Zapfen der Fässer. Nach diesem Zapfenschlag durfte der Wirt keine Getränke mehr ausgeben.

Während der Freiheitskriege 1813 bekam der Brauch zunächst in Preußen zeremonielle Bedeutung. Die heute noch geltende Form mit Aufmarsch und Musik wurde erstmals 1838 in Berlin aufgeführt. An der Zeremonie sind neben Spielmannszug und Musikkorps auch Soldaten mit Gewehr und Fackelträger beteiligt. Mit dem Zapfenstreich werden nicht nur Verteidigungsminister bei ihrer Verabschiedung geehrt, sondern auch Bundespräsidenten oder Bundeskanzler. Militärisch-traditionelle Veranstaltungen dieser Art wurden häufig von Demonstranten gestört.

Verteidigung / Bundeswehr
10.03.2011 · 23:02 Uhr
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