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Stichwort: Der Castor-Behälter

Castor-BehälterGroßansicht

Hannover/Gorleben (dpa) - Castor-Behälter wurden speziell für den Transport und die Zwischenlagerung von hoch radioaktiven Abfällen entwickelt. Der Atommüll entsteht bei der Wiederaufarbeitung von Brennelementen aus deutschen Atomkraftwerken.

Die zylinderförmigen Behälter aus Gusseisen, die von der GNS Gesellschaft für Nuklear-Service hergestellt werden, sind mit einer Neutronenabschirmung und speziellen Dichtungen ausgestattet. Sie werden mit zwei Deckeln verschlossen. Während des Transports auf der Straße werden außerdem Stoßdämpfer angebracht. Die Behälter sind laut GNS so ausgelegt, dass sie extremen Einwirkungen von außen standhalten - sogar einem Flugzeugabsturz.

Die Castoren sind etwa sechs Meter lang und haben einen Durchmesser von mehr als zwei Metern. Beladen wiegt ein Behälter etwa 117 Tonnen. Der Castor mit der genauen Bezeichnung HAW 28 M (HAW steht für High Active Waste = hoch radioaktiver Abfall) kann 28 Kokillen mit verglastem hoch radioaktivem Abfall aufnehmen, der rund 400 Grad heiß ist.

Die Gesamtwärmeleistung des Atommülls pro Behälter beträgt 56 Kilowatt - ein Heizstrahler hat rund zwei Kilowatt. Die Gesamtaktivität der radioaktiven Stoffe je Container darf 1270 Petabecquerel betragen - das entspricht laut GNS mehreren tausend medizinischen Bestrahlungsquellen, wie sie bei der Krebstherapie eingesetzt werden.

Im Zwischenlager in Gorleben stehen bereits 91 Behälter, neben den Castoren unter anderem auch vergleichbare französische Behälter.

GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH

Atom / Transporte / Gorleben
06.11.2010 · 22:26 Uhr
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