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Stichwort: Aschura-Fest

Schiitische Iraner geißeln ihre Rücken während einer traditionellen Prozession am Vortag des Aschura-Festes mit Ketten.Großansicht
Hamburg (dpa) - Aschura ist der höchste Feiertag der Muslime schiitischen Glaubens. Sie gedenken an diesem Tag des Todes von Imam Hussein, Enkel des islamischen Religionsstifters Mohammed.

Hussein starb 680 in einer Schlacht nahe der zentralirakischen Stadt Kerbela, wo seine Grabmoschee steht. Für die Schiiten ist Hussein Symbol für Verfolgung in einer ihrem Glauben feindlich gesinnten Welt.

Das Aschura-Fest findet am zehnten Tag des Trauermonats Muharram statt. Die Gläubigen empfinden dabei unter Klagen und Weinen die Leiden Husseins nach, zum Teil mit blutigen Selbstgeißelungen. Als Höhepunkt dieser ritualisierten Volksfrömmigkeit ritzen sich Männer bei Prozessionen die Stirn mit Rasierklingen auf und verletzten sich mit Schwertern. Andere schlagen sich mit Metallketten auf den nackten Oberkörper. Viele schiitische Religionsgelehrte lehnen diese exzessive Form der gläubigen Ekstase ab.

Für Frauen gibt es während des Trauertages eigene Veranstaltungen. Als äußeres Zeichen hüllen sie sich in dunkle Gewänder und verzichten auf Schmuck.

Innenpolitik / Proteste / Konflikte / Iran / Irak
28.12.2009 · 10:07 Uhr
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