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Steuererleichterungen für Griechenland-Engagements der Banken

Berlin (dts) - Banken haben zum Jahresende 2010 erstmals Abschreibungen auf ihre Griechenland-Engagements steuerlich absetzen können. Das geht aus einer Tabelle des Bundeszentralamts für Steuern und aus dem Entwurf eines Schreibens des Bundesfinanzministeriums hervor, die der Tageszeitung "Die Welt" (Freitagausgabe) vorliegen. Demnach können im deutschen Bilanzierungsstandard nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) pauschale Wertberichtigungen auf bestimmte Länderrisiken gebildet werden, die steuerlich absetzbar sind.

Das Bundeszentralamt für Steuern setzt dafür jährlich neue Obergrenzen fest, die in einer Tabelle zusammengefasst werden. Griechenland wird darauf erstmals im Jahr 2010 mit der Risikobandbreite zehn bis zwanzig geführt. In der Folge können pauschale Wertberichtigungen auf Griechenland-Forderungen von zehn Prozent steuerlich abgesetzt werden. "Die Banken haben die Möglichkeit zum Stichtag 31.12.2010 auch durchaus genutzt", bestätigen mehrere renommierte Steuerberater der Zeitung. Das Finanzministerium wies darauf hin, dass der Entwurf des Schreibens nie offiziell geworden sei und man sich deshalb nicht darauf berufen könne.
DEU / Finanzindustrie / Wirtschaftskrise / Daten / Steuern
23.06.2011 · 18:35 Uhr
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