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Steuerentlastung durch Absetzbare Versicherungsbeträge geringer als erwartet

Berlin (dts) - Die vom Bundesverfassungsgericht durchgesetzte Absetzbarkeit der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab 2010 entlastet viele Steuerzahler geringer als erwartet. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Weder bei Kassen- noch bei Privatversicherten erkennt der Fiskus die Gesamtsumme der gezahlten Beiträge an. So ziehen die Finanzämter Versicherten, denen bei Krankheit Lohnfortzahlung zusteht, vier Prozent ab. Wer von seiner Kasse oder privaten Versicherung eine Beitragsrückerstattung erhält, muss auch diese nun versteuern. Bisher gab es solche Prämien fürs Gesundbleiben fast immer ohne Abzug. Für ihre Steuerentlastung ab Januar brauchen Angestellte, die bei gesetzlichen Kassen versichert sind, nichts zu unternehmen. Privat Versicherte erhalten demnächst Post, denn diese Versicherer rechnen alle Beiträge auf das Kassenniveau der gesetzlichen Grundversorgung hinunter. Sämtliche so genannten privaten "Luxusleistungen" wie Chefarzt, Heilpraktiker, Ein- oder Zweibettzimmer, Kranken- und Pflegetagegelder sowie Zahnimplantate oder Kieferorthopädie fallen raus. Ebenso Sondertarife etwa für Brillen oder Sportmedizin. Nach ersten Kalkulationen der Privaten kann "Focus" zufolge der steuerlich anrechenbare Teil die Hälfte des tatsächlichen Zahlbetrags ausmachen. Die Berechnungen müssen Privatkunden bis Januar ihren Arbeitgebern vorlegen.
DEU / Gesundheit / Steuern
21.11.2009 · 11:08 Uhr
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