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Stephanie zu Guttenberg will nicht in die Politik

München (dts) - Ministergattin Stephanie zu Guttenberg will selbst nicht in die Politik. "Ich bin keine Politikerin und möchte auch keine werden. Dafür bin ich viel zu ungeduldig und undiplomatisch", sagte die Ehefrau von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) dem Nachrichtenmagazin "Focus".

"Außerdem finde ich, ein Politiker in der Familie reicht." Die Halb-Schwedin zeigte große Sympathien für das Familienmodell im Herkunftsland ihrer Mutter: "In mir schlägt ein schwedisches Herz. Vieles funktioniert dort besser für Familien", sagte zu Guttenberg. "Toll finde ich, dass es in den Unternehmen viel mehr Toleranz für die Belange von Eltern gibt. Wenn die Betreuung mal nicht klappt, bringen Frauen ihr Kind mit ins Büro und die Kollegen übernehmen dann mal das Telefon. Ganz selbstverständlich. Ein staatliches Betreuungsnetz allein reicht nicht. Es passiert ja öfter, dass die Kinder mal krank sind und nicht in den Kindergarten oder die Schule können." Auch schwedische Männer nähmen öfter eine Auszeit, um das Kind zu betreuen oder wenn es krank ist. "Sich die Kinderbetreuung zu teilen, ist vollkommen normal und sogar cool", sagte zu Guttenberg. "Man sieht nirgendwo so viele stolze Väter alleine unterwegs mit ihren kleinen Kindern wie in Stockholm." Auf die Frage, ob sie sich ihren Mann in einer solchen Rolle vorstellen könne, sagte zu Guttenberg: "Grundsätzlich schon, aber natürlich nicht in seiner Amtszeit als Minister. Mein Mann ist in seinem Beruf total gefordert. Er engagiert sich zu 100 Prozent für seine Arbeit. Das ist eine besondere Lebenssituation, an die es sich anzupassen gilt." Ausdrücklich sprach sich zu Guttenberg gegen verpflichtende Ganztagsschulen aus. "Für manche Kinder mag die Ganztagsschule die Rettung bedeuten, für andere Kinder wäre die lange Anwesenheit in der Schule aber eine große Last", sagte sie. "An vielen Schulen stimmt auch die Qualität der Betreuung nicht, dies muss Grundvoraussetzung sein. Es klappt nicht mit den Hausaufgaben oder den angebotenen Aktivitäten und dann sind die Kinder nur bis 17 Uhr abgeschoben."
DEU / Leute / Familien
12.12.2010 · 10:09 Uhr
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