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Steinmeier: Koalition muss mehr Klarheit über Abzug schaffen

Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, und der Kommandeur des deutschen Einsatzkontingents der ISAF, Dirk Backen (r), besuchen im Camp Marmal in Masar-i-Scharif den Ehrenhain der gefallenen Soldaten.Großansicht

Masar-i-Scharif (dpa) - Nach der Rede von US-Präsident Barack Obama hat SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier von der Bundesregierung mehr Klarheit über den Termin für den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan gefordert.

Dies könnten auch die Soldaten und Polizisten des deutschen Einsatzes erwarten, sagte er am Donnerstag bei einem Besuch der deutschen Truppen in Nordafghanistan. An den bisherigen Erklärungen der Koalition zu dem Termin habe er nichts Neues erkennen können.

Nach Ansicht Steinmeiers hat Obama mit seiner Ankündigung, bis zum kommenden Jahr 33 000 US-Soldaten abzuziehen, Maßstäbe gesetzt. Die Europäer und auch die Deutschen müssten sich daran ein Beispiel nehmen. Die US-Entscheidung sei aber auch ein klares Signal an die afghanische Führung, bis 2014 die Sicherheitsverantwortung im ganzen Land zu übernehmen.

Steinmeier informierte sich im Feldlager von Masar-i-Scharif über die Ausbildung von afghanischen Polizisten und besuchte in der Nähe ein Camp, in der Soldaten der afghanischen Armee trainiert werden. Zuvor hatte er in Kabul Gespräche mit Präsident Hamid Karsai und weiteren Regierungsmitgliedern geführt. Dabei ging es auch um die für Dezember auf dem Petersberg bei Bonn geplante Konferenz über die Zukunft Afghanistans.

Konflikte / Bundeswehr / Afghanistan
23.06.2011 · 12:01 Uhr
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